Für die richtige Praxisgründung

Für die richtige Praxisgründung

Schätzungsweise mehr als 500 Zahnärzte mussten seit 2011 Insolvenz anmelden. Der Markt der Zahnmedizin ist vielerorts gesättigt. Um eine Praxis wirtschaftlich auf ein stabiles Fundament zu stellen, ist gute Zahnmedizin lediglich die Grundlage. Zunehmend an Bedeutung gewinnen die planerischen Fähigkeiten des Gründers. Das gilt insbesondere für ein nachhaltig funktionierendes Geschäftsmodell.

Torsten Klapdor, medidentas

Um den unternehmerischen Erfolg der eigenen Praxis planen zu können, ist es von Vorteil, die Methoden erfolgreicher Unternehmen als Blaupause zu nutzen. Unternehmen wie Apple setzen beispielsweise auf die „Blue Ocean Methode“ von W. Chan Kim und Renée Mauborgne. Bildlich gesprochen unterteilen Kim und Mauborgne die vorherrschenden Märkte in rote und blaue Ozeane. In den roten Ozeanen geht es sehr eng zu, es herrscht ein großer Verdrängungswettbewerb. Blaue Ozeane hingegen sind neue, freie Märkte. Die Teilnehmer können sich ohne Konkurrenz frei bewegen und die Nachfrage geweckt werden. Für jeden der sich im blauen Ozean beendet ist genug Platz, um sich zu entfalten. Starbucks ist ein bekanntes Beispiel für die Umsetzung dieser Strategie. Das Konzept des Cafés existierte lange, doch erst Starbucks hat daraus einen Lifestyle gemacht. So wurde von Starbucks ein neuer Markt geschaffen, der vorher gar nicht existierte.

Wie nun aber die eigene Zahnarztpraxis im blauen Ozean zu positionieren? Medidentas empiehlt dazu das Businessmodel Canvas von Alexander Osterwalder. Es gilt als das Handbuch für Visionäre, die veraltete Geschäftsmodelle auf den Kopf stellen möchten.

Das Businessmodel Canvas hat bereits mehr als 5 000 000 Nutzer erreicht. Das Erfolgshandbuch ist vergleichbar mit einem Setzkasten. Dieser teilt das Geschäftsmodell in verschiedene Kernbereiche auf. Im Zentrum steht das Werteangebot der Praxis an die Patienten. Ziel ist es, für die Praxis eine möglichst einmalige Werteangebotsdefinition zu finden. Beispielsweise bietet ein Gründer mit dem Schwerpunkt Oralchirurgie und Implantologie seinen Patienten eine Klasse-1-OP in seiner Praxis. Als Patientensegment werden ältere, kau kräftige Patienten definiert.

Um richtig erfolgreich sein zu können, müssen Schlüsselpartnerschaften zu entsprechenden Überweisern aufgebaut und gepflegt werden.

Eine Schlüsselaktivität ist zum Beispiel die Patientenansprache durch Informationsabende mit anschließender Praxisführung.

Damit möglichst viele Patienten vom Praxiswerteangebot erfahren, werden Kundenberührungskanäle festgelegt. Um die Zielgruppe zu erreichen, wäre es ein leichtes, entsprechende Beiträge in einem geeigneten Medium zu publizieren.

Die Autoren der Blue Ocean Strategy, W. Chan Kim und Renée Mauborgne, sagen: „Die Konkurrenz lässt sich nur auf eine Weise schlagen: indem man aufhört, es zu versuchen.“

Weitere Informationen:
www.medidentas.de
Foto: Osterwalder & Pigneur

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